Im Januar 2026 hat die Mitgliederversammlung den Vorstand neu gewählt. Unter anderem war die Position des Platzwartes neu zu besetzen. Mit höchster Anerkennung wurde der langjährige Platz-Vorstand Jürgen Stiegler von der Mitgliederversammlung und von seinen alten und den neuen Vorstandskollegen verabschiedet. Für seine langjährigen Verdienste wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Herzlichen Glückwunsch!
Unter Jürgen Stieglers Führung hat sich unser Platz zu einem der schönsten im Münsterland entwickelt und in Rekordzeit die „Golf & Natur“ Bronze-, Silber- und Gold-Zertifizierung erworben. Diese erfolgreiche Arbeit wird sein Nachfolger, der neu in den Vorstand gewählte Platzwart Dr. Ralf-Peter Simon, fortführen und tritt nach eigenen Worten ein herausforderndes Erbe an. Dabei vertraut er auf das qualifizierte Greenkeeping-Team um den langjährigen Head-Greenkeeper Stefan Markfort.
Der teils neu zusammengesetzte Vorstand hat sich auf eine Agenda für die langfristige Ausrichtung des GC Brückhausen verständigt und dabei unter anderem Empfehlungen einer bereits in den Vorjahren vom Präsidenten Klaus Budde einberufenen Arbeitsgruppe berücksichtigt. Mit Blick auf die Entwicklung der Golfanlage treten die Ziele „Spielfreude und Spielfluss“ an die Seite der weiterhin verfolgten Ziele höchster Qualitäts- und Umwelt-Standards.
Im Zeitverlauf werden sich diese zusätzlichen Ziele „Spielfreude und Spielfluss“ – so der Plan – durch moderate Anpassung der Roughlinien in geringeren Zeitverlusten für Ballsuche und geringerer Zahl verlorener Bälle niederschlagen. Die den Platz prägende Rough-Optik sowie die in besonderer Weise dem Umweltschutz und der Artenvielfalt gewidmeten Flächen sollen weitgehend unverändert bleiben. Weniger Ballsuchen und Ballverluste sollen den Spielbetrieb für die in den vergangenen Jahren auf rund 1.000 Mitglieder mit einem ebenfalls gestiegenen Anteil aktiver Golfspieler beschleunigen und die Anzahl der Gast- bzw. Greenfee-Spieler nach mehrjährigem Rückgang wieder erhöhen.
Am 29. April findet die erste Re-Zertifizierung unter dem zuletzt erreichten Golf & Natur Gold-Standard statt. Sie ist verbunden mit einer verbindlichen Zusicherung des Gesamtvorstands, die vielfältigen Anforderungen nachhaltig zu erfüllen und erkannte Verbesserungspotenziale systematisch auszuschöpfen.
Auch das im Jahr 2023 begonnene Projekt GolfBiodivers wird fortgesetzt. Wissenschaftlich begleitet wird es vom Institut für Landschaftsökologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Norbert Hölzel, Universität Münster. Die Förderung durch den Bund läuft nach aktuellem Stand bis 2027. Über Möglichkeiten der Fortführung wird dann zu entscheiden sein.
Über die in puncto Spielbetrieb ruhigeren Wintermonate hat das Greenkeeping-Team wie in den Vorjahren umfangreiche Pflegemaßnahmen vorgenommen. Besonders zu erwähnen sind:
- Fällungen vom Pilz befallener Eschen, rund 20 Stück
- Entnahme des Stockausschlags und bodennahen Bewuchses in mehreren Büschen / Hecken neben und zwischen Spielbahnen
- Instandsetzungen einzelner Drainagen
- Aerifizieren und Sanden der Grüns
- Ausbessern einiger befestigter Wege
- v.a.m.
Als mit steigenden Temperaturen der Rasenwuchs einsetzte, wurden einige Bunker generalsaniert: Erneuerung der Drainagen, des Unterbaus, der Sandbefüllung und – als wohl augenfälligste Maßnahme – Herabsetzen der Bunkerkanten und Neuverlegung von Rasensoden zwischen neuen Bunkerkanten und Grüns. Diese Arbeiten sind in langen Abständen von rund 20 und mehr Jahren erforderlich, um dem allmählichen Anwachsen des Geländes zwischen Bunkern und Grüns entgegenzuwirken. Sie dienen nicht nur dem Spielfluss und der Spielfreude, sondern auch der Optik, wie die nachfolgende Bilderserie belegt.
Als mit steigenden Temperaturen der Rasenwuchs einsetzte, wurden einige Bunker generalsaniert:
Erneuerung der Drainagen, des Unterbaus, der Sandbefüllung und – als wohl augenfälligste Maßnahme – Herabsetzen der Bunkerkanten und Neuverlegung von Rasensoden zwischen neuen Bunkerkanten und Grüns.
Diese Arbeiten sind in langen Abständen von rund 20 und mehr Jahren erforderlich, um dem allmählichen Anwachsen des Geländes zwischen Bunkern und Grüns entgegenzuwirken.
Sie dienen nicht nur dem Spielfluss und der Spielfreude, sondern auch der Optik, wie die nebenstehende Bilderserie belegt.
Es ist deutlich zusehen, in welchem Bereich und Umfang die angewachsenen Bunkerkanten abgetragen wurden, die Drainage freigelegt und erneuert wurde…
… um dann im nächsten Schritt den Bunkergrund zu verdichten, bevor mit feinkörnigem Sand der Bunker gleichmäßig neu befüllt wird.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine gut bespielbare Sandfläche, eine gut zu überwindende und mit dichtem Fairway-ähnlichen Rasen bewachsene Böschung.
Wasser- bzw. drainagetechnisch, spielerisch und optisch eine echte Transformation.
Unser Platz erhält dadurch weitere Qualitäts- und Alleinstellungsmerkmale.
Es wird ausdrücklich darum gebeten, die schmalen Rasenflächen zwischen Bunkern und Grüns grundsätzlich nicht mit Trolley oder gar Golfcarts zu befahren, um von kräftigen Rasenflächen – anstelle von plattgewalzten, verlehmten Boden – dauerhaft kontrollierte Chips zur Fahne machen zu können.
Mit Blick nach vorn stellen sich dem Greenkeeping auf Jahre hinaus noch bekannte Herausforderungen:
- Das Eschensterben wird sich vermutlich fortsetzen; im Zeitverlauf wird über geeignete Nach- und Neupflanzungen zu entscheiden sein.
- Die Bahnen 15 bis 18 leiden seit Jahren unter zu hoher Feuchtigkeit. Die nur teilweise vorhandenen, alten Drainagen sind vollständig zu ersetzen und umfassend zu ergänzen. Im Laufe der aktuellen Amtsperiode sollen Lösungsoptionen erarbeitet und bewertet werden. Für die Umsetzung ist mit bis zu sechsstelligem Aufwand zu rechnen, der in die Ausgaben- und Finanzierungsplanung der Folgejahre aufzunehmen ist.
- Systematische Weiterentwicklung der Sorten im Fairway- und Green-Bewuchs, um auch in längeren Trockenperioden bei vermutlich nicht steigenden Wasserentnahme-Genehmigungen dennoch attraktive, dicht-grüne Spielbahnen zu erhalten.
- Temperaturanstieg und längere Trockenperioden setzen nicht nur dem Baumbestand, sondern auch den Teichen zu. Einige fallen über die Sommermonate dauerhaft trocken. Es wird zu entscheiden sein, wo und wie sowie unter Einhaltung welcher Auflagen man die für unseren Platz charakteristischen Wasserflächen zumindest in Teilen erhalten oder wiedergewinnen kann.
- Für die den Zielen „Spielfluss und Spielfreude“ dienenden ergänzenden und regelmäßig durchzuführenden Pflegarbeiten werden angesichts bestehender Budgetrestriktionen kaum höhere Personalressourcen zur Verfügung stehen. Gewisse zusätzliche Kapazitäts-Spielräume können jedoch wahrscheinlich durch Anschaffung und Einsatz eines oder mehrerer zusätzlicher Mähroboter gewonnen werden. Schnittbild und Zuverlässigkeit des Husqvarna-Automowers haben sich vor allem auf den Spielbahnen 15 bis 18 sowie, diesseits der Angel, auch auf Bahn 1, 9 und 14 bewährt. Der Einsatz eines oder weiterer Mähroboter würde robust zu kalkulierende Einsatzzeiten des Greenkeeping-Teams, die bisher für das allwöchentliche Lenken der Rasenmäher eingesetzt werden, freimachen und ihren Einsatz für die als zieldienlich bewertete Rough-, Pflanzen und Baumpflege ermöglichen. Finanzierungsalterativen sind zu prüfen.
„Neues vom Greenkeeping“ wird Mitglieder und Gäste auch zukünftig über unsere Bemühungen informieren, den Platz auf Top-Niveau zu halten, was für einen Golfclub das entscheidende Aushängeschild ist.
Für Jürgen Stieglers Angebot, uns punktuell weiterhin mit Rat zu begleiten, sind wir dankbar.
Das Greenkeeping-Team und Platzwart Ralf-Peter Simon freuen sich auf das gemeinsame Meistern des Tagesgeschäfts sowie der oben skizzierten größeren Herausforderungen.


Bericht: Platzwart











