Blog-Artikel

 

Der GC Brückhausen hat gestern den neuen Bulli entgegengenommen. Da der bisherige Bulli über 4 Jahre im Einsatz und ständiger Begleiter bei Auswärtsterminen war, wurde 2019 entschieden auf das neue Modell umzusteigen.

Herr Droste vom Autohaus Senger übergab die Schlüssel zum komplett neu folierten Bulli an unseren Spielführer Ingo Wißmann, der sich im Namen des Vorstandes für die gute Zusammenarbeit mit der Fa. Senger bedankte.

Der Bulli wird vorrangig von der Jugend und den Mannschaften für Auswärtsspiele genutzt. Auch die Schülerinnen und Schüler unseres Projektes „Abschlag Schule“ werden von unserem Pro Peter Wright mit dem Bulli abgeholt.

 

 

Mit einem überzeugenden Abstand von 22 Schlägen zum Zweitplatzierten GC Paderborner Land steigt unsere Herren AK 65 in Liga 2 auf.

Der Start hierzu wurde bereits am ersten Spieltag auf unserer schon im zeitigen Frühjahr sehr gut bespielbaren Brückhausener Anlage mit 10 Schlägen über CR gegenüber Paderborner Land gelegt.

Zur Saisonhalbzeit, nach drei Spieltagen, lag unsere AK 65 mit vorzeigbaren 31 Schlägen vor dem GC Rheine/Mesum.

Diesen Vorsprung galt es danach zu verteidigen. Es schlossen sich dann in der zweiten Saisonhälfte folgende Ergebnisse an:

4. Spieltag 31 Schläge vor Bad Driburger GC, sowie 5. Spieltag 30 Schläge vor den gemeinsam Zweitplatzierten Paderborner Land und Bad Driburg.

Mit einer nicht zu übersehenen Spannung ging es dann im September in den Nachholtermin zum GC Unna-Fröndenberg. Hier belegten wir mit 85 Schlägen über CR den dritten Platz, gegenüber Paderborner Land mit 71 und Royal St. Barbara`s mit 69 Schlägen.

Der Aufstieg war somit perfekt, und das im zweiten Jahr hintereinander. Mit 22 Schlägen Vorsprung auf den Zweitplatzierten Paderborner Land sehen wir nun den Herausforderungen in Liga 2 mit großer Freude und Spannung entgegen.

In dieser Saison zeigten alle Spieler eine solide Leistung. Überragende Runden spielten dabei Dr. Frank Schindelhauer mit im Mittel 81 Schlägen über die gesamte Ligasaison sowie Dr. Bernhard Laube mit 85 Schlägen.

Das Ziel für die kommende Saison sollte der Klassenerhalt sein. Die Kameradschaft und der Sportsgeist der Mannschaft, welche sich in allen Proberunden mit voller Teilnehmerzahl zeigte, sollten zum Ende der kommenden Saison das gesteckte Ziel machbar erscheinen lassen. Aber es dürfte schwer genug werden.

Der Dank vom Captain Paul Korf und Co-Captain Prof. Dr. Bernhard Laube  geht an die gesamte Mannschaft, denn sie zeigte neben einer soliden Mannschaftsleistung stets ein harmonisches Miteinander.

Das Bild zeigt die in 2019 angetretene Ligamannschaft (von links nach rechts):

 

 

Günther Schubert, Ralf Ziese, Manfred Hürländer, Paul Korf, Ernst Mackenbrock, Dr. Jörn Jessen, Prof. Dr. Bernhard Laube, Dr. Frank Schindelhauer, Norbert Keßler

 

PK

 

 

Liebe Mitglieder,

der Termin für die nächste Jahreshauptversammlung ist nun fixiert worden.

Die Veranstaltung startet am Donnerstag, 23.01.2020 um 19:00 Uhr in der Festhalle Everswinkel.

Eine offizielle Einladung mit der Tagesordnung wird im Dezember verschickt, trotzdem können Sie sich den Termin schon mal vormerken.

Wir freuen uns auf eine große Teilnehmerzahl.

 

 

Manfred Hürländer ist super zufrieden. 17 von 19 – das hat er nicht zu hoffen gewagt. 19 neue Nistkästen hat er dieses Jahr dem Golfclub gespendet und dann in den Bäumen des Golfclubs Brückhausen aufgehängt. Bei der Kontrolle und Reinigung der Kästen am Ende des Sommers hat er nun festgestellt, dass 17 der 19 Kästen tatsächlich als Nistkasten genutzt worden waren.

Und noch etwas hat er festgestellt: Kohlmeisen wissen durchaus, was das Leben im Nest angenehm macht! Feinste Angorawolle, farblich abwechslungsreich und kunstvoll drapiert, schmückte und schützte dieses Kohlmeisennest. Welche Strickteile dem Meisenpaar die Angorawolle für das Nest lieferten? Es kann nur vermutet werden….

 

Noch nicht belegt ist die Kauzröhre, die ein Waldkäuzchenpaar nach Brückhausen locken sollte. Die Chancen auf die sofortige Wiederansiedlung dieses recht seltenen Vogels wurden vom NABU allerdings schon im Vorfeld als nicht allzu hoch eingeschätzt.    

Manfred Hürländer hat die Nistkästen als Spende für den Golfclub in Zusammenarbeit mit dem NABU Münsterland ausgesucht. Er sieht die Spende als seinen Beitrag zum Naturschutz im Golfclub.

Die nächsten Spenden anderer Mitglieder sind schon angekündigt. Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen sollen mit weiteren Nistkästen angelockt werden. Diese Nistkästen sollen dann vorrangig in den Eichen aufgehängt werden, damit die Vögel möglichst die Raupen des Eichenprozessionsspinners in den ersten beiden Stadien der Verpuppung fressen, um den Schädling nachhaltig und umweltschonend zu bekämpfen, lange bevor die Raupen ihre giftigen Stacheln entwickeln.

 

Pilzsaison

 

Wenn auf dem Markt am Dom in Münster die Pfifferlinge haufenweise angeboten werden, dann beginnt die Saison für Speisepilze – und die ist aber auch bald wieder vorbei. Die Saison für Schadpilze hat jetzt auch so richtig begonnen, endet aber nicht so bald, sondern dauert bis weit ins kommende Frühjahr.

Schadpilze machen eigentlich sogar das ganze Jahr dem Greenkeeping das Leben schwer, aber jetzt kommt die große Zeit des Schneeschimmels, der seine schädliche Wirkung entfalten kann, solange es nicht zu warm wird.

Schneeschimmel ist ein Pilz, braucht allerdings gar keinen Schnee und ist inzwischen für Golfclubs ein Schädling der übelsten Sorte geworden. Dieser Pilz, eine Art Nassfäule, befällt Gräser, wenn bei niedrigen Temperaturen Tau, Nebel oder Beregnung für langanhaltende Feuchtigkeit im Pflanzenbereich sorgen. Bedingungen mit hoher Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad liebt der Pilz geradezu , dessen Sporen im Boden das ganze Jahr über nur darauf warten, sich bei günstigen Bedingungen explosionsartig zu entwickeln.

Wenn fehlende Luftzirkulation, verdichtete Bodenoberflächen, Stresszustände der Gräser durch zu intensive Pflege, zu hohe Stickstoffgaben im Herbst oder zu geringe Kaliumgaben hinzukommen, bilden sich im Nu aus den Sporen die Pilze aus, die in allen Bereichen des Platzes auftreten. Besonders deutlich sichtbar sind die vom Pilz befallenen Bereiche allerdings auf den Grüns, nämlich als meist hell- bis rostbraune runde Schadstellen.

Pilzerkrankungen kennt man ja auch beim Menschen. Gegen Pilzerkrankungen sollte ja eigentlich ein Fungizid helfen. Das ist beim Menschen so und bei Gräsern nicht anders. Während in der Humanmedizin immer weiter geforscht wird und immer mehr Mittel zugelassen werden, um schädliche Pilze zu bekämpfen, trifft das für Pilzerkrankungen der Gräser nicht zu. Ganz im Gegenteil! 2011 waren noch 8 Mittel für die Bekämpfung des Schneeschimmels auf Golfplätzen zugelassen, 2019 sind es nur noch vier.

Diese vier zugelassenen Mittel haben unterschiedliche Wirkungen – 2 vorbeugend und 2 heilend. Auf Grund der wenigen vorhandenen Mittel ist es kein Wunder, dass die Pilze zunehmend Resistenzen gegen die eingesetzten Mittel entwickeln, so dass der Einsatz des Fungizids bei einem resistenten Pilz eventuell wirkungslos bleibt.

Es ist zudem vorgeschrieben, wie häufig im Jahr diese Mittel maximal angewendet werden dürfen. Und vor allem: die Witterungsbedingungen zum Ausbringen des Mittels müssen auch stimmen. Wenn der Pilz sich innerhalb weniger Stunden in rasender  Geschwindigkeit auf dem ganzen Platz entwickelt, alle Gräser befällt, kann es passieren, dass keines der vier zugelassenen  Fungizide mehr angewandt werden darf oder witterungsbedingt gar nicht angewendet werden kann, weil der Wind zu stark für das Aufbringen des Fungizids ist. Dann kann auch der beste Greenkeeper nur noch hilflos zusehen, wie der Pilz die sorgsam gepflegten Gräser befällt und zerstört.

 

Das war zum Beispiel im Januar 2016 der Fall, als in weiten Teilen des Münsterlandes am frühen Morgen auf vielen Anlagen gleichzeitig ideales Schneeschimmelwetter war und der Pilz sich rasend schnell entwickelte. Bevor mit dem Aufbringen eines Fungizids reagiert werden konnte, schlug das Wetter so um, dass bei Dauerregen und starkem Wind tagelang nicht daran zu denken war, irgendein Pflanzenschutzmittel zu versprühen. Das Resultat kann man auf dem Foto eines Grüns deutlich erkennen. Der Pilz konnte sich ungebremst austoben.

Eins sollte aber klar sein: so richtig komplett verhindern kann man Schneeschimmelbefall mit den vorhandenen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland prinzipiell eigentlich nicht, denn Poa annua und Agrostis, die beiden hauptsächlich vorhandenen Grassorten auf deutschen Grüns, sind nun einmal besonders anfällig gegen Schneeschimmel.

Neuere Agrostis–Sorten sollen zwar deutlich widerstandsfähiger gegen den Pilzbefall sein, belastungsfähige Langzeitaussagen über die Alltagstauglichkeit dieser Gräser und deren Vitalität sind aber noch rar.

In Brückhausen wurden die Grüns in den letzten Jahren dennoch bereits verstärkt mit solchen neuen, widerstandsfähigeren Gräsern nachgesät.

Vor allem hat das Greenkeeping des GC Brückhausen in den letzten Jahren aber einen anderen Weg eingeschlagen, den Gräsern den Kampf gegen den Schneeschimmel zu erleichtern. Vorbeugung, Pflanzen widerstandsfähig machen heißt das Konzept. Denn die Zeichen der Zeit sind eindeutig. Eventuell wird dem Greenkeeping in naher Zukunft überhaupt kein Pflanzenschutzmittel mehr zur Verfügung stehen, dafür heißt es, Vorsorge zu treffen.

Die Oberfläche der Grüns wird in Brückhausen so trocken wie möglich gehalten durch Aerifizieren, Vertikutieren und Sanden. Durch diese Maßnahmen wird der Rasenfilz, in dem die Sporen des Pilzes bis zum nächsten Einsatz warten, während des ganzen Jahres so dünn wie möglich gehalten, Motto: weniger Filz, weniger Pilzsporen, weniger Schneeschimmel. 

Um die Grüns so trocken wie möglich zu halten, wird auch der Tau so komplett und so schnell wie möglich entfernt.

Die Gräser trocknen auch schneller ab, weil die Luftzirkulation auf dem Platz in den letzten Jahren durch die aus anderen Gründen notwendig gewordene Reduzierung des Baumbestandes verbessert wurde. Zudem werden gezielt Bäume, die mit ihrem Schattenwurf die Grüns beeinträchtigen,  deutlich in der Höhe gestutzt - so wie der Ahorn hinter Grün 12, der früher im Winter das halbe Grün in den Schatten legte, das Grün durch den Schattenwurf nie abtrocknen ließ und den Schnellschimmel besonders deshalb dort besonders gut gedeihen ließ.

Was wird noch gemacht? Kalium soll die Gräser widerstandfähig machen, härten. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung mit Anheben der Kaliumgaben im Herbst ist daher ein weiterer wesentlicher Schritt für die Gesunderhaltung der Grüns.

Der wesentlichste Faktor für die möglichst große Widerstandsfähigkeit der Gräser ist allerdings die Anhebung der Schnitthöhe auf den Grüns. Da die durch das Mähen aufgerissenen Schnittstellen der Gräser Hauptangriffspunkte des Schneeschimmels sind,  werden in Brückhausen  die Grüns im Herbst und Winter zudem nicht nur höher geschnitten, sondern möglichst wenig bis gar nicht mehr geschnitten und nach Möglichkeit und Notwendigkeit nur noch gewalzt.

Die Schäden durch Schneeschimmel sind in den letzten Jahren in Brückhausen nach 2016 recht gering geblieben – ausschließen kann man sie aber nie. Hoffen kann man nur, dass die Pilzsaison beim Schneeschimmel ein weiteres Jahr überhaupt nicht oder nur sehr begrenzt stattfindet.

Fotos: Hürlander, Blome, Stiegler

JSt 27.09.2019

 

 

„Wat issene Handicap? Da stelle mer uns ersma janz dumm…“ So hätte der Lehrer Bömmel aus der Feuerzangenbowle wohl seine Erklärung des Handicaps im Golf begonnen. Aber selbst der geniale Erklärer Bömmel hätte momentan Schwierigkeiten, das kommende World Handicap System zu erklären. Denn viel zu viel ist noch unklar, deshalb wird das neue System in Deutschland nicht schon 2020, sondern erst 2021 eingeführt.

Das Grundprinzip eines Handicaps hätte der Feuerzangen-Bömmel aber trotz aller Unklarheiten beim neuen System gut erklären können. Etwa so: „Es gibt  gute und weniger gute Golfer. Wenn die gegeneinander spielen, gewinnt immer der gute Golfer. Das ist langweilig. Damit es nicht langweilig wird, kriegt der weniger gute Golfer einige Schläge vor, ein Handicap, damit der arme Junge auch mal gewinnen kann.“

Nichts anderes als eine Vorgabe von Schlägen für eine Spielsituation ist also das Handicap, keine Verdienstmedaille, kein Dauerzustand, sondern ein Mittel, unterschiedliche Spielstärken vergleichbar zu machen.

EGA-Vorgabe und neues Welt-Handicap

Bislang gibt es sechs unterschiedliche Methoden, ein Handicap festzulegen. Ab 2020 soll das neue Welt-Handicap alles einheitlich und einfach machen. Was ist derzeit konkret zum neuen Welt-Handicap bekannt?

Bis zur vollständigen Einführung des World Handicap Systems (WHS) wird in Deutschland zur Ermittlung des Handicaps weiterhin nach dem bekannten EGA-System der European Golf Association vorgegangen, einem der sechs bisherigen Vorgabensysteme.

Dieses EGA-System kennt kein Durchschnitts-System, wie es jetzt im WHS kommen wird. Im EGA-System wird die bestehende Vorgabe anhand des letzten Ergebnisses in Zehntelschritten angepasst. Das WHS hingegen betrachtet die Gesamtheit der letzten 20 Ergebnisse und bildet dann aus den besten 8 Ergebnissen einen Mittelwert, den sogenannten World Handicap Index oder WHI.

Das bedeutet, dass zwei Spieler mit identischer EGA-Vorgabe in Zukunft ein unterschiedliches WHI-Handicap nach dem WHS- System haben können, je nachdem, wie die besten 8 Ergebnisse der letzten 20 ausfielen.

Gewertet werden 9 und 18 Loch-Runden, wobei nationale Golfverbände die Möglichkeit haben, davon abzuweichen – wie in den USA.

Ermittlung des neuen WHI

Ziel des neuen WHS ist es, die aktuelle Spielfertigkeit möglichst genau darzustellen. Historische Leistungen sind dabei von keiner Bedeutung mehr. Daher werden weit zurückliegende Ergebnisse nicht zur Ermittlung des WHI herangezogen. Was heißt aber weit zurückliegend? Momentan scheint es so zu sein, dass im Bereich des Deutschen Golf Verbandes (DGV) nur Ergebnisse der letzten 3 Jahre zur Ermittlung der aktuellen Spielfertigkeit herangezogen werden sollen.

Allerdings hat die Mehrheit der deutschen Golfspieler weniger als 20 Ergebnisse aus den letzten 3 Jahren vorzuweisen. In diesem Fall wird die aktuelle Vorgabe als jüngstes Ergebnis für die folgenden 20 Runden ins Stammblatt übernommen und bei der Kalkulation des WHI berücksichtigt.

Hat ein Spieler weniger Ergebnisse als 20, wird eine kleinere Anzahl zur Ermittlung des neuen WHI-Handicaps herangezogen.

Finden sich gar keine Ergebnisse, wird wahrscheinlich die bisherige Vorgabe als neues WHI übernommen.

Wie das alles genau passieren wird? Genaue Antworten darauf kann man erst nach dem Abstimmungsprozess im Deutschen Golf Verband erwarten.

Neues und Altes

Eines ist aber schon klar: ein solches neues Durchschnittssystem bringt den Vorteil, dass man auf Vorgabenklassen, Herabsetzungsfaktoren oder Pufferzonen verzichten kann.

Wieder auferstehen wird hingegen wohl in irgendeiner Form das alte Tages-Par, auch als CSA oder CBA vielleicht noch bekannt. Dieser Faktor ‚Abnormal Course and Weather Conditions Adjustments‘ oder ACA wird außergewöhnliche Umstände des Turniers berücksichtigen. Irgendwie…

Umsetzung in Deutschland

Das neue System erlaubt es auch den nationalen Verbänden, an verschiedenen Stellen bei der inhaltlichen Umsetzung Optionen wahrzunehmen. So kann ein nationaler Verband festlegen, ab welchem WHI ein Spieler trotz einer schlechten Runde nicht heraufgesetzt wird.

Der DGV wird all diese Details noch klären und dann 2020 eine große Informationskampagne für die Clubs führen müssen.

Es wird mit dem WHS ein komplett neues System eingeführt, in dem vieles anders und neu sein wird. Eine Riesenaufgabe kommt damit auf die deutschen Clubs zu. Vorgabenausschüsse und Mitarbeiter der Clubs müssen geschult werden. Die Clubverwaltungs-Softwarelösungen müssen alle umgeschrieben und auf Richtigkeit überprüft, lizenziert werden und alle Clubs müssen anschließend ihre Clubverwaltungs-Software auf die neue Version aktualisieren.

Und dann müssen die Clubs ihre Mitglieder informieren.

Besonders problematisch werden dabei wahrscheinlich Gespräche mit Mitgliedern, die irgendwann einmal ihr Traum-Handicap erreicht hatten, seitdem nie mehr ein vorgabenwirksames Turnier spielten und sich 2021 von ihrer Traum-Vorgabe verabschieden müssen. Wer erklärt denen, dass ihr neues hohes WHI- Handicap nur die aktuelle bestmögliche Durchschnittsleistung widerspiegelt? Und dass es nicht schlimm ist, wenn die neue Handicap-Zahl auf einmal nicht mehr die ist, die man vor Jahren einmal erreichte – bevor dann mit dem Turnierspielen aufgehört wurde. Und dass sie mit ihrem neuen Handicap 2021 auch mal wieder eine reelle Chance haben, bei einem Turnier im Netto zu gewinnen und das neue Welt-Handicap kein Grund ist, verärgert den Club zu verlassen…

Um das alles zu erklären, wäre der geniale Erklärer Bömmel hilfreich. Aber Bömmel hätte wahrscheinlich auch gesagt: „Bäh, habt ihr ‘ne fiese Charakter! Wie soll ich wat erklären, wat noch nich jeklärt is!“

JSt 26.09.2019

 

 

In der gesamten Saison spielten Kinder bis zum 12. Lebensjahr aus den Golfclubs Aldruper Heide, Ladbergen, Gut Hahues zu Telgte, Münsterland, Osnabrück-Dütetal, Tecklenburger Land und Brückhausen wieder um den Pokal der Mini-Cup Münsterland Serie.

Größtes Ziel ist es, Kindern ein Turnierumfeld mit gleichaltrigen zu bieten in denen Spielerfahrung gesammelt werden kann. Hierzu werden diese Anfang der Saison in zwei Gruppen aufgeteilt: Silber (ohne Handicap) und Gold (Handicap 54 oder weniger). 

Am 15. September stand das Finale im Golfclub Tecklenburgerland e.V. an. Die Aufregung der 10 Brückhausener Kids war groß – schließlich sollte unbedingt der Vorsprung von durchschnittlich 5 Schlägen gehalten und der Pokal, wie bereits im Vorjahr, erneut mit nach Hause genommen werden.

Auch Trainer Peter Wright begleitete die Minis zum Finale. So machte es sicherlich nicht wenig Eindruck auf die anderen Teams, als sich zum gemeinsamen Aufwärmen und Einschlagen auf der Driving Range aufgereiht wurde. Die 9 Löcher von den grünen Abschlägen verlangten unseren jungen Spieler dann einiges ab, ist man doch vom Heimatplatz vor allem flache Fairways gewohnt. Bei der dann durchgeführten Siegerehrung, in der jedes teilnehmende Kind eine Medaille zur Anerkennung der sportlichen Leistung erhält, wurde die Luft angehalten.

In den Tagesergebnissen wurde schon deutlich – Brückhausen ist vorne mit dabei:

Julian Dexer erspielte sich mit 51 Schlägen Platz 1 der Silberwertung. Ann-Kathrin Korte konnte sich mit 52 Brutto-Schlägen nicht nur den 3. Platz in der Silberwertung holen, sondern auch endlich ihr Handicap bestätigen.

In der Goldwertung freute sich Eric Lubitz einmal mehr über den 1. Platz. Er brauchte lediglich 41 Schläge. Noah Dexer erspielte sich mit 43 Schlägen nicht nur ein neues Handicap von 38, sondern lag damit auch auf Platz 2. Eine weitere Unterspielung der Brückhausener gelang Ben Schröder. Er erspielte sich mit 44 Schlägen ein neues Handicap von 43.

Die Freude war groß und der Jubel noch größer, als dann das Endergebnis verkündet wurde:

Brückhausen gewinnt den Pokal erneut mit nur 53,0 durchschnittlichen Schlägen. Dicht gefolgt von den Teams Aldruper Heide (57,7), Tecklenburger Land (57,9), Ladbergen (59,8), Osnabrück-Dütetal (64,5) und der Spielergemeinschaft Gut Hauhues zu Telgte und Münsterland (66,2).

Für die Gesamtwertung der Turnierserie gratulieren wir an dieser Stelle noch einmal besonders Julian Dexer (1. Platz Silberwertung), Finnja Wietzorke (3. Platz Silberwertung), Maurice Mutawalli (1. Platz Goldwertung), Eric Lubitz (2. Platz Goldwertung), Noah Dexer (3. Platz Goldwertung).

Wir freuen uns schon auf die kommende Saison mit Euch und den Pokal erneut zu verteidigen!

Sita