Blog-Artikel

 

Die Uhren werden Ende MĂ€rz umgestellt. Der Golfclub BrĂŒckhausen lĂ€utet schon an diesem Wochenende die Sommerzeit ein.

Zum Start in die neue Saison findet am heutigen Freitag, 11. MĂ€rz, schon das erste Turnier statt. Über neun Löcher werden dann die ersten offiziellen Stableford-Punkte der Spielzeit verteilt, natĂŒrlich vorgabenwirksam. Am Samstag und Sonntag ist turnierfrei. Zum ersten Mal in diesem Jahr kann dann auch wieder von den Gelben AbschlĂ€gen gespielt werden.


Der Golfplatz in BrĂŒckhausen hat den Winter richtig gut ĂŒberstanden. Vorbei ist die Zeit, in der beinahe jeder Schritt auf dem Fairway klang, als wĂŒrde man mit seinen Schuhen einen Schwamm auswringen. Die Tage, an denen das lange Gras auf den GrĂŒns ambitionierte Putts ausbremste und auf halbem Weg zum Loch verhungern ließ, sind vorerst gezĂ€hlt. Und auch die Temperaturen lassen eine Runde Golf ohne dicke Winterkleidung schon zu. Bereits Mitte MĂ€rz nimmt die Golf-Saison im Golfclub BrĂŒckhausen also richtig Fahrt auf.


Und der Platz prĂ€sentiert sich nicht nur in gutem Zustand, er hat sich an mancher Ecke auch stark verĂ€ndert – meistens zu Gunsten des Golfers. An Bahn fĂŒnf etwa. Hat es der Abschlag auf diesem Dogleg nicht bis in den Knick geschafft, dĂŒrfte der zweite Schlag von nun an deutlich stressfreier sein. Denn von den drei großen BĂ€umen, die weit in die Spielbahn hineinragten, wichen zwei. Dem Golfer bietet sich jetzt eine große Schneise, durch die er seinen Ball fĂŒr den Angriff auf das GrĂŒn platzieren kann.


Leichte Entspannung auch auf Bahn zehn. Kurz vor dem zweiten Knick dieses Doppel-Doglegs fingen meterhohe StrĂ€ucher immer wieder BĂ€lle ab. Ball- und Schlagverluste waren die Folge. Das NervenkostĂŒm litt auch immer wieder. Diese StrĂ€ucher wurden gestutzt und geben den Weg frei, um den Ball perfekt fĂŒr den Schlag ins GrĂŒn zurechtzulegen.


Zudem ist am Rande vieler Bahnen das Unterholz geschnitten worden. Gute Nachrichten also fĂŒr Spieler, die hin und wieder Opfer ihrer Streuung werden. Von nun an können BĂ€lle an Orten gefunden werden, wo sie zuvor verloren waren.


Die Rahmenbedingungen stimmen. Höchste Zeit also, die Uhr umzustellen – zumindest die innere Golf-Uhr.

 

 

Ihr Schatten war groß. Ihre Wurzeln reichten tief. Ihr Stamm war Ausdruck von StĂ€rke und BestĂ€ndigkeit. Eitel war sie nie. Auch nicht im Herbst ihres Lebens, als Sturm und Schnee ihre Krone arg lichteten und ihre Äste kĂŒrzten. Die alte Eiche am ersten Abschlag im Golfclub BrĂŒckhausen war vielleicht die Konstante im Leben des jungen Golf-Vereins.

HĂ€tte sie sich mitteilen können, ihre Geschichten fĂŒllten wohl BĂŒcher. BĂŒcher mit Geschichten aus dem Alltag im Golfclub. Geschichten, die von den AnfĂ€ngen des Golfspiels zwischen den Feldern an der Angel in den spĂ€ten 80er-Jahren berichten. Von der Entwicklung des Clubs, der zunĂ€chst nur ein ÜbungsgelĂ€nde hatte, sich aber mauserte und mittlerweile einen attraktiven 18-Loch-Platz anbietet, auf dem die Golfer fast das ganze Jahr ĂŒber spielen.

Mehr als nur ein Kapitel wĂŒrde sicher von den Menschen im Golfclub handeln. Von der Vielfalt an Charakteren, die diesen Verein ausmachen, die ihm erst richtig Leben einhauchen.

Hoch oben ĂŒber dem ersten Abschlag hatte die Eiche einen guten Blick. Sie beobachtete, wie sich die Golfer zu Beginn der Runde in ihrem Schatten die HĂ€nde reichten, um sich alles Gute fĂŒr das Spiel zu wĂŒnschen. Sie sah, auf welch mannigfaltige Art die Sportler sich auf ihr Spiel vorbereiteten und ihre leichte NervositĂ€t vor dem ersten Schlag mit belanglosen GesprĂ€chen kaschierten.

Ein breiter Querschnitt der Gesellschaft hat dort zu FĂŒĂŸen der Eiche die GolfschlĂ€ger geschwungen. Menschen mit sportlichem Anspruch trafen auf Feierabend-Sportler. Der Nachwuchsspieler auf den RuhestĂ€ndler. Selbst aus der obersten Astgabel betrachtet war aber zu sehen, dass sich alle auf Augenhöhe begegneten.

Einen besonderen Platz in den Memoiren hĂ€tten die SonnenaufgĂ€nge erhalten. FrĂŒh morgens, wenn die Wurzeln der Eiche noch kĂŒhl waren, die ersten Strahlen aber ihren Wipfel wĂ€rmten, dann genoss sie die besondere AtmosphĂ€re ĂŒber dem Golfplatz. Dann verdrĂ€ngten die Farben der Natur das Zwielicht der DĂ€mmerung. Die Vögel verkĂŒndeten zwitschernd den Beginn eines neuen Tages.

Lebhafter wĂŒrden sicher die Erinnerungen an die Nachmittage im Golfclub ausfallen. Dann, wenn sich die Golfer nach ihrer Runde auf dem 18. GrĂŒn erneut die HĂ€nde reichten, um sich zu beglĂŒckwĂŒnschen oder fĂŒr das gemeinsame Spiel zu danken. Im Anschluss lauschte der große Baum gerne den GesprĂ€chen auf der Terrasse des Clubhauses. Bei GetrĂ€nken und Speisen hörte die Eiche von manch sportlicher Heldentat und manchem Drama zwischen Bahn 1 und 18.

Sie hatte eben einen echten Logen-Platz. Denn auch das 18. GrĂŒn hatte sie stets im Blick. Und da war in den vergangenen Jahren immer wieder Spannung geboten. Entweder wenn die Mannschaftsspieler Aufstiege feierten oder der neue Clubmeister den entscheidenden Putt lochte. Schöne Erinnerungen waren das.

Die BrĂŒckhausener und ihre GĂ€ste reichen sich weiter an Bahn 1 die HĂ€nde. Sie fiebern weiter auf dem 18. GrĂŒn mit den letzten Putts mit. Und die Sonne wird den Golfplatz auch in Zukunft in warmes Licht hĂŒllen. Ein großer Schatten wird dann jedoch fehlen. Die alte Eiche, das Wahrzeichen des Golfclubs, hat ihren Posten verlassen. Schade. Gerne hĂ€tte ich ihre Geschichten gehört.

Lars Johann-Krone

 

 

Viele unserer Mitglieder haben das herrliche Golfwetter am Wochenende zu einer Runde Golf auf SommergrĂŒns genutzt und sich dabei auch die Baustelle im Heimatclub angesehen. FĂŒr alle anderen hier die versprochenen Informationen zum Fortgang der Bauarbeiten:

Der neue Eingangsbereich nimmt Formen an: die Mauern sind weitgehend gesetzt, die neuen Hochbeete schon zum Teil mit Erde angefĂŒllt und die Pflasterung ist zu einem Drittel fertig. Alle Leitungen sind verlegt, zusĂ€tzliche Leerrohre ĂŒberall eingebaut.



Die maroden und unfalltrĂ€chtigen Treppenstufen ins Clubhaus sind demontiert. Die SchĂ€den am Treppensockel waren geringer als ursprĂŒnglich vermutet, so dass wir uns den aufwĂ€ndigen Neubau des kompletten Betonsockels sparen konnten. Der Treppensockel wurde nur isoliert und dann mit neuen Treppenstufen versehen.

Der alte Wall zwischen Parkplatz und PuttinggrĂŒn ist abgetragen. Das PuttinggrĂŒn ist nun gut einsehbar und liegt jetzt vor allem das ganze Jahr ĂŒber voll in der Sonne. Die WiderstandsfĂ€higkeit der GrĂ€ser gegen Stress und Krankheiten sollte dadurch deutlich besser werden und die QualitĂ€t dieses GrĂŒns, das am meisten von allen GrĂŒns des Clubs belastet wird, noch weiter steigen.

Mit der Erde des abgetragenen Walles haben wir einen neuen Wall zwischen dem PuttinggrĂŒn und dem Übungsbereich modelliert. Ein neuer kurzer Weg durch den Wall ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen Pitching Area und PuttinggrĂŒn.  Die Trennung zwischen Parkplatz und PuttinggrĂŒn, die frĂŒher durch den nun abgetragenen Wall erfolgte, wird zukĂŒnftig nur durch eine Hecke erfolgen.

Die neuen Lampen und BĂ€nke sind bestellt. Lampen und BĂ€nke werden die silbergrauen Farbvorgaben von Pergola und ProShop aufnehmen.

Anzahl und Standort der Flaggenmasten werden zusammen mit der endgĂŒltigen Pflanzordnung festgelegt.

Der Großteil der Arbeiten wird durch unsere Greenkeeper erledigt, die Firma Schulze-Tertilt organisiert die Arbeiten, stellt das GerĂ€t und die Spezialisten fĂŒr Pflasterung und Mauerbau.

Trotz der hervorragenden Organisation durch Thorsten Schulze-Tertilt, einen der beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Everswinkeler Garten- und Landschaftsbaufirma, sind wir ein wenig langsamer voran gekommen als gedacht. Frost und Regen, unliebsame Überraschungen im Boden und das Pflanzen der neuen Eiche an der Bahn 1 haben uns einige Arbeitstage Verzögerung eingebracht. Aber wir sind zuversichtlich, die Arbeiten dennoch zĂŒgig abschließen zu können.

 

 

Die mehr als 150 Jahre alte Eiche an Tee 1, das Wahrzeichen unseres Clubs, erlitt 2007 durch den Sturm Kyrill massive SchĂ€den. Dann kamen noch BlitzeinschlĂ€ge hinzu. Nun muss die Eiche aus SicherheitsgrĂŒnden gefĂ€llt werden.
 
Mehrere Eingriffe erfahrener Baumpfleger ermöglichten es zwar, die Eiche trotz der massiven SchÀden durch Kyrill und die BlitzeinschlÀge noch weitere Jahre zu erhalten. 2016 wurde aber deutlich, dass die Verkehrssicherheit der Eiche massiv gefÀhrdet war.

Zwei der vier verbliebenen großen Äste der Baumkrone konnten jederzeit abbrechen, zudem war der Stamm zersplittert und deutlich ausgehöhlt. Starker Pilzbefall an Stamm und Wurzel und weitflĂ€chige Rindenablösungen waren auch fĂŒr Laien zu sehen. Eingehende Untersuchungen der eingeschalteten Fachleute kamen nun zu dem Schluss, dass die Eiche aus SicherheitsgrĂŒnden zu fĂ€llen war.

Gleichzeitig muss eine weitere Eiche an der Remise gefÀllt, die ebenfalls nicht mehr verkehrssicher ist.
WĂ€hrend wir noch darauf warten, dass die großen Eichen gefĂ€llt werden, haben wir bereits eine kleinere, aber bereits doch recht stattliche Eiche an den Abschlag der Bahn 1 gepflanzt.

 

 

 

"Da komme ich ja nie drĂŒber!" Dieses Stöhnen war auf den Bahnen 5 und 10 hĂ€ufig zu hören. Auf diesen Bahnen versperrten hohe BĂ€ume den Weg zum GrĂŒn. Das Stöhnen erfolgte daher auch meist zu recht: auf diesen beiden Bahnen lagen die Durchschnittsergebnisse von den roten AbschlĂ€gen bei fast drei SchlĂ€gen ĂŒber Par und auch von den gelben AbschlĂ€gen waren die beiden Bahnen mit durchschnittlich mehr als zwei SchlĂ€gen ĂŒber Par die mit Abstand schwersten Bahnen des Platzes. Die gefĂŒhlte Schwierigkeit dieser beiden Bahnen lag aber noch viel höher!

Der Spielausschuss des Golfclubs BrĂŒckhausen hat dem Vorstand des Clubs daher nach langen Diskussionen empfohlen, auf den Bahnen 5 und 10 VerĂ€nderungen vorzunehmen. Der Vorstand des GCB hat dieser Empfehlung zugestimmt und die entsprechenden VerĂ€nderungen veranlasst.

Auf der Bahn 10 wurden eine Weide und eine Birke im ersten Dogleg gefÀllt.

Auf der Bahn 5 wurden zwei der drei nachtrĂ€glich im Dogleg gepflanzten Linden gefĂ€llt und zwar die beiden in Spielrichtung rechts stehenden Linden. Damit wird eine Vielzahl von Möglichkeiten eröffnet, das Dogleg zu ĂŒberwinden - und damit so zu spielen, wie der Architekt Herbert Spangemacher es in seinen ersten EntwĂŒrfen vorgesehen hatte.

Auf das Rating haben die VerĂ€nderungen keinen Einfluss. Die große VerĂ€nderung erwarten wir bei der gefĂŒhlten Schwierigkeit vor dem Schlag. "Das schaffe ich!" soll wieder hĂ€ufiger gedacht werden können!

Die Bahnen waren vor Jahren durch zahlreiche zusĂ€tzliche Baumpflanzungen verĂ€ndert worden und entsprachen in dieser Form nicht mehr dem ursprĂŒnglichen Architektenentwurf. Die nun durchgefĂŒhrte Reduktion des Baumbestandes bringt den Zustand des Platzes weiter in Übereinstimmung mit den Intentionen der Architekten Spangemacher und Partner, die immer die Spielbarkeit ihrer PlĂ€tze fĂŒr Spieler aller Leistungsklassen anstrebten.